"Wir - SAMHATHI
- wollen die Botschaft vom guten Zusammensein
der Menschen verschiedener Herkunft - das ist
der Sinn des alten Sanskritwortes - weitertragen,
dann wird sie weiterwirken, auch wenn wir in einigen
Jahren nicht mehr sein werden. Das menschliche
Leben wäre so schön, aber wie viele Menschen machen einen öden
sinnentleerten Mechanismus daraus. Wir alle können
uns viel mehr des Lebens erfreuen, wenn wir uns
nicht in uns selbst gefangen halten, sondern unsere
Grenzen - Farbe, Kaste, Geschlecht, Religion -
aufbrechen und zu einem auf Liebe aufgebauten
Leben finden."
Diese sinngemäß wiedergegebene Botschaft
von Direktor Fr A.Jacob Paliath P., dem Gründer und indischen
Leiter von SAMHATHI an uns deutsche Mitglieder
bringt Motivation und Vision dieser sehr effektiv
arbeitenden anerkannten NGO
(Nichtregierungsorganisation) auf den Punkt.
Die mittlerweile weit aufgefächerte basisorientierte
Hilfsorganisation entstand 1993 aus privater
Initiative der Familie Ursula und Paulus Flüeck
anlässlich einer Reise nach Alleppey (Kerala)
und der mit Direktor Fr A.Jacob Paliath geschlossenen Freundschaft.
Man war sich von Anfang an klar, dass Hilfe nur
dann Hilfe zur Selbsthilfe ist, wenn sie einher
geht mit Bewusstseinsprozessen, Teamwork, Bildung
und wenn eine Vernetzung zwischen verschieden
ansetzenden Entwicklungslinien entsteht. Nur so
können die Menschen da abgeholt werden, wo
sie stehen, Familienstrukturen erhalten werden.
Schnell bildeten sich in Dörfern um Alleppey
solche Strukturen: Fischergruppen, die sich vorsichtig
aus den Fängen der Fischmafia lösten,
Frauengruppen, die sich zum Gedankenaustausch
und dem Aufbau kleiner Erwerbsmöglichkeiten
trafen, Kinder, die in mehreren Lernzentren eine
Bildungschance bekamen.
Auch um den Vertrieb der nach dem Fischfang wichtigsten
Einnahmequelle der Armen, Kokosmatten, bemühte
man sich, eine Volksbank wurde gegründet.
Direktor Fr A.Jacob Paliath, der von irischen Jesuiten gefördert
worden war, weiß, welches Potential in den
von den höheren Kasten ursprünglich
zutiefst Verachteten steckt und dass die Bildungschance
immer mit sozialer Verantwortung verbunden werden
muss. Für unsere deutschen Jugendlichen war
es wirklich ein Erlebnis zu sehen, im welchem
Maß hier Lernen mit Freude und Freiwilligkeit
gekoppelt ist!
So erfolgreich die Projekte liefen, so war doch
auch bald klar, dass es ein Kampf gegen Windmühlenflügeln
war, die von dem großen anonymen Gegner,
einer rücksichtslosen Globalisierung auf
Kosten der Armen betätigt werden, die Kehrseite
des gepriesenen indischen Wirtschaftswunders,
vor der man gerne die Augen verschließt.
Dass z.B. die Fischer mit ihren traditionellen
Fangmethoden angesichts schwimmender Fischfabriken
trotz lebensgefährlichem harten Einsatz keine
Chance mehr haben, ihre Familien zu ernähren,
zeichnet sich überdeutlich ab.
SAMHATHI reagierte darauf mit der Einrichtung
eines neuen Unterstützungsprojekts für
nun völlig ins Elend gerutschte Familien
(MIF - My Indian Family). Eine weitere Katastrophe
kam in Gestalt des Tsunamis, der
mit den bekannten, wieder gerade die Ärmsten
betreffenden Folgen auch die Westküste Indiens
betraf, wenn auch die Osttküste in noch verheerenderem
Ausmaße.
Direktor Fr A.Jacob Paliath, der nach seinem Zusatzstudium in Wirtschaft und Management zu einem gefragten Katalysator und Berater auch für andere NGOs geworden ist, half mit Rat und Tat an beiden Küsten und hat auf der Basis der erschütternden Erfahrungen, die sich in seinen Briefen ausdrücken (>>HIER<<) neue Projektideen entwickelt, die im Kapitel "Projekte 2005" vorgestellt werden.(>>HIER<<) Die ihm eigene Verbundenheit mit den betroffenen Menschen, sein Einfühlungsvermögen und sein Einfallsreichtum, seine Erfahrung, die Offenheit für Menschen anderer Religionen und das nötige Know-how in Verbindung mit dem Aufbau hervorragender Teams garantieren zusammen mit unsrer Hilfe große Effektivität!

Familie Flüeck
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