Seit drei Jahren werden in der Zentrale von SAMHATHI Mädchen in der Textilverarbeitung ausgebildet. Auf der Basis dieser Erfahrungen entstand das jetzt vorliegende Projekt.
Mittelpunkt des Projekts ist ein Ausbildungs-
und Produktionszentrum, das in Mararikulam entstehen
soll. Das Schulungszentrum beherbergt die Räume
und Geräte für die theoretische und praktische
einjährige Ausbildung von 50 Mädchen und
jungen Frauen. Gleichzeit soll daneben eine Textilwerkstatt
für weitere 50 Frauen entstehen, in der für
den in- und ausländischen Markt produziert wird.
Das Einkommen der dort beschäftigten Frauen setzt
sich aus einem Grundgehalt und einer Gewinnbeteiligung
zusammen. Es ist geplant, dass beide Teile des Zentrums
eng zusammen arbeiten. Schwerpunkt der Produktion
soll die Verarbeitung bestickter Stoffe sein. Hierbei
kann SAMHATI auf das Potential seiner bisher schon
ausgebildeten Schneiderinnen zurückgreifen, ebenso
wie auf die umfangreichen Erfahrungen im Export indischer
Textilien.
In einem zweiten Schritt gehen die
ausgebildeten Frauen nach einem Jahr wieder zurück
in ihre Dörfer, um in Heimarbeit die nun erworbenen
Fertigkeiten umzusetzen und sich eine berufliche Existenz
aufzubauen. Das Zentrum spielt für sie weiterhin
eine wichtige Rolle, das es sie in so wichtige Bereichen
wie Existenzgründungskredit, Großeinkauf
der Rohstoffe, Qualitätssicherung, Marketing
und Design unterstützen kann. Da die Frauen sich
völlig selbständig machen können, bedeutet
dieses Angebot nicht, dass diese Frauen vom Zentrum
abhängig werden.
Das für dieses Projekt benötigte
Fachpersonal für die Leitung und Organisation
wie auch die Textilausbildung steht bereits zur Verfügung.
Der Projektleiter hat einen Universitätsabschluss
in Wirtschaft, Schwerpunkt Fair Trade.
Vom deutschen Generalkonsulat in Chennai
wird das Projekt als sehr gut" und förderungswürdig"
deklariert.